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Weimar-Skizzen
Wunderschöne Ansichten der Klassikerstadt - gezeichnet von Gerhard Klein (3. Aufl. 2010, erschienen im Bertuch Verlag).
Das Kräuterweib vom Hexenberg

Das Kräuterweib vom Hexenberg

Viola Odorata

Mit seinen 441m Höhe wird der Hexenberg in unserer Region nur vom Riechheimer Berg mit 513 m und dem Kötsch mit 497m übertroffen. Sein markantes, struppiges Aussehen hat ihm den Spezialnamen „Zahnbürste" eingebracht.
In der Thüringer Geschichte galt der Berg schon immer als Kultstätte. So sollen ihn die Germanen und später die Slaven zum Verrichten Ihrer Rituale und Opferbräuche genutzt haben; die Stämme an der Ilm nutzten ihn als Fliehburg.
Wie der Berg zu dem Namen „Hexenberg" kam, lässt sich zunächst nicht eindeutig nachweisen. Angeblich brachten Mönche des nahegelegenen Klosters in München den Berg während der Christianisierung Thüringens als Kultstätte der Germanen, als „Berg des Teufels und der Hexen" in Verruf. Damit sollten die Menschen von ihrem Götterglauben weggebracht werden.
Brestlinge
Brestlinge

Eine zweite Version erscheint glaubhafter: Von Generation zu Generation wurde weitergegeben, dass der Berg einst Brestlingberg hieß, benannt nach den dort wachsenden Waldbeeren . Erst nachdem man auf dem Berg 1673 die alte Frau Glaßen aus Bad Berka als Hexe verbrannt hatte, soll der Berg in Hexenberg umbenannt worden sein. Noch vor einigen Jahrzehnten, als wir Kinder waren, befand sich auf dem Hexenberg ein mit Tannen umpflanzter Platz, den man Hexengrab nannte.
Auf jeden Fall spielt in der Sagenwelt unserer Region der Hexenberg eine herausragende Rolle. Es sollen von hier aus in der Walpurgisnacht (am 30. April) die Hexen in großen Scharen auf Besenstielen zum Blocksberg und auf den Hexentanzplatz im Harz fliegen, um gemeinsam mit dem Teufel ihrer Leidenschaft zu frönen.
Ob als „Zahnbürste", Brestlingberg oder Hexenberg - wir lieben diesen Berg, ja wir sind stolz auf ihn!

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Bildquellen: © Bertuch Verlag GmbH

 

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In Thüringen und natürlich auch auf dem Hexenberg in Bad Berka wachsen viele wertvolle Heil- und Gewürzkräuter, wie zum Beispiel Johanniskraut, Spitzwegerich, Schafgarbe, Ehrenpreis, Schlüsselblumen und vieles andere mehr. In den Beiträgen des Kräuterweibs vom Hexenberg finden Sie hilfreiche Anwendungen und die richtige Zubereitung von Kräutern bei verschiedenen Erkrankungen - und nebenbei schmackhafte Tipps zum Würzen von Gerichten.

Was wir unbedingt über Heil- und Gewürzpflanzen wissen sollten:
Wollen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?
Dann lesen Sie meine Artikel über Kräuterpflanzen mit Heil- und Gewürzwirkung.
Diese Kräuter unterstützen nicht nur die Heilung bestimmter Krankheiten, sondern sie geben durch den intensiven Geschmack jedem Gericht eine ganz besondere Note - und sind auch noch salzsparend. Sie sollten natürlich vorzugsweise frische Kräuter verwenden. Verzichten Sie beim Kauf auf Treibhauspflanzen und entscheiden sich lieber für Freilandkräuter, denn diese haben ein viel kräftigeres Aroma. Wer einen Garten oder Balkon besitzt, kann natürlich über viele Monate hinweg selbst ernten. Thymian, Schnittlauch und Rosmarin gedeihen auch gut in Töpfen. Beim Pflanzen muss beachtet werden, dass bestimmte Kräuter nicht stundenlang in der prallen Sonne stehen wollen, wobei Licht und Wärme wichtig sind. Ich habe festgestellt, dass Kresse, Schnittlauch, Bohnenkraut und Minze den Halbschatten lieben, und Salbei, Oregano, Petersiele und Thymian zu den „Sonnenanbetern" gehören.