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Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Der Bergerner Hexenberg

Der Bergerner Hexenberg

Viola Odorata

Mit seinen 441m Höhe wird der Hexenberg in unserer Region nur vom Riechheimer Berg mit 513 m und dem Kötsch mit 497m übertroffen. Sein markantes, struppiges Aussehen hat ihm den Spezialnamen „Zahnbürste" eingebracht.
In der Thüringer Geschichte galt der Berg schon immer als Kultstätte. So sollen ihn die Germanen und später die Slaven zum Verrichten Ihrer Rituale und Opferbräuche genutzt haben; die Stämme an der Ilm nutzten ihn als Fliehburg.
Wie der Berg zu dem Namen „Hexenberg" kam, lässt sich zunächst nicht eindeutig nachweisen. Angeblich brachten Mönche des nahegelegenen Klosters in München den Berg während der Christianisierung Thüringens als Kultstätte der Germanen, als „Berg des Teufels und der Hexen" in Verruf. Damit sollten die Menschen von ihrem Götterglauben weggebracht werden.
Brestlinge
Brestlinge
Eine zweite Version erscheint glaubhafter: Von Generation zu Generation wurde weitergegeben, dass der Berg einst Brestlingberg hieß, benannt nach den dort wachsenden Waldbeeren . Erst nachdem man auf dem Berg 1673 die alte Frau Glaßen aus Bad Berka als Hexe verbrannt hatte, soll der Berg in Hexenberg umbenannt worden sein. Noch vor einigen Jahrzehnten, als wir Kinder waren, befand sich auf dem Hexenberg ein mit Tannen umpflanzter Platz, den man Hexengrab nannte.
Auf jeden Fall spielt in der Sagenwelt unserer Region der Hexenberg eine herausragende Rolle. Es sollen von hier aus in der Walpurgisnacht (am 30. April) die Hexen in großen Scharen auf Besenstielen zum Blocksberg und auf den Hexentanzplatz im Harz fliegen, um gemeinsam mit dem Teufel ihrer Leidenschaft zu frönen.
Ob als „Zahnbürste", Brestlingberg oder Hexenberg - wir lieben diesen Berg, ja wir sind stolz auf ihn!

 

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Bildquellen: © Bertuch Verlag GmbH

Der Bergerner Hexenberg


Hexenberg

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