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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Fichtensetzen

Fichtensetzen

Claudia Grabalowski

Hochzeitsbrauch in Thüringen

Fichtensetzen
Fichtensetzen
In vielen Gegenden Thüringens und auch im Harz ist es Brauch, jungen Brautpaaren vor der Hochzeit neben der Eingangstür ihrer Wohnung 4 Fichten als Glücksbringer aufzustellen. Auch für Ehepaare, die ihre „silberne" Hochzeit feiern, gilt dieser Brauch. Allerdings werden dann nicht 4 sondern 2 Fichten gesetzt. Die Bäume werden von persönlichen Freunden des Paares oder auch von Mitgliedern örtlicher Vereine (Feuerwehr o.a.) gefällt. Bei dieser Aktion darf das Brautpaar nicht anwesend sein.
 
Die Bäume werden in der Regel vor dem Polterabend aufgestellt, so dass die jungen Eheleute nach der Trauung schon das Spalier der Fichten durchschreiten können. Die, welche die Bäume aufgestellt haben, werden anschließend vom Brautpaar zu Bier, Bratwurst u. a. eingeladen. In manchen Dörfern wird daraus ein kleines Volksfest. Die Fichten bleiben solange vor der Tür stehen, bis sie verdorrt oder unansehnlich sind. Danach werden sie zu Brennholz verarbeitet. Sie dienen dann oft noch für romantische Abende am Kamin oder Lagerfeuer. Den Brauch gibt es schon lange. Er sorgt für Umtriebigkeit, ist ein Ausdruck von Freundschaft und Verbundenheit und soll dem geehrten Paar Glück bringen. Es ist schön, dass er weiterhin gepflegt wird.

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Fotos: Claudia Grabalowski 

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