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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Norbert Naperkowski

Norbert Naperkowski

Joachim Lenke

Ein Portrait von Norbert Naperkowski wird man nur selten finden, das verwundert umso mehr, weil sein bisheriges Leben von vielseitigen Engagement, besonders auch im Freizeitbereich, gekennzeichnet ist. Sein jüngstes „Kind" ist der  von ihm initiierte Kneipp-Verein Bad Berka, dessen Vorsitzender er bis heute ist. Der Kneipp-Verein Bad Berka gehört zu den erfolgreichsten und ausgezeichneten Vereinen weit über Thüringen hinaus.

Geboren wurde Norbert Naperkowski am 02.02.1947 in Bad Berka, einer Kleinstadt im Süden des Landkreises Weimarer Land. Er war das jüngste von 5 Kindern, die die Eltern durch die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre bringen mussten. Während der Vater als Zimmermann für den Unterhalt der Familie sorgte, lag die häusliche Verantwortung in den Händen der Mutter, die den kleinen Norbert schon frühzeitig an die Arbeit im Haus und in der Landwirtschaft heranführte.

Polizeiauswahl 2001
Polizeiauswahl 2001

Nach der Einschulung in die Grundschule 1953, schloss er 1963 die Polytechnische  Oberschule (10. Klasse) erfolgreich ab und absolvierte von 1963 bis 1965 eine Ausbildung als Dreher im VEB Weimar-Werk. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Werkzeugbauer im gleichen Betrieb, entging er am 01.09.1966 seiner Einberufung zum aktiven Wehrdienst durch seinen Dienstantritt als Polizeianwärter im VPKA Weimar.

Nach seinem Studium an der Fachschule der Volkspolizei in Aschersleben, das er 1972 beendete, war Norbert Naperkowski bis 1981 als stellv. Revierleiter und von 1982 bis 1985 als Leiter des VP-Gruppen-Posten Süd in Bad Berka tätig. Von 1985 bis 1991 führte er als verantwortlicher Leiter das Polizeirevier Weimar. Seiner Fachkompetenz und Umsicht ist es mit zu verdanken, dass die friedlichen Demonstrationen und die Entwaffnung der Staatssicherheit in Weimar in der Wendezeit ohne Zwischenfälle verlief.

Verabschiedung aus dem Polizeidienst
Verabschiedung aus dem Polizeidienst

Ausdruck seiner geachteten Tätigkeit im Polizeidienst nach der Wende war die Ernennung zum „Beamten auf Lebenszeit" und die Berufung zum Leiter des Polizeireviers Erfurt-Nord. Bis zur Versetzung in den Ruhestand 2007 war er noch in weiteren verantwortlichen Aufgabenbereichen tätig.

Schon frühzeitig wurde bei Norbert Naperkowski das große Interesse an der sportlichen Betätigung sichtbar. Besonders in den Ballspiel-Sportarten und im Wintersport erreichte er durch gut entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten rasch Erfolge. So belegte er bereits bei den DDR-Meisterschaften im Tisch-Tennis 1961 in den Einzelwettkämpfen einen 6. Platz. Als aktiver Spielgestalter spielte er von 1968 bis 1970 in der Fußballmannschaft von Dynamo Weimar in der dritthöchsten Spielklasse der DDR.

Mit der Erfurter Polizei-Auswahl belegte er u.a. in der Altersklasse Ü 45 im Hallenfußball 2005 den 2. Platz bei den Deutschen Polizei-Meisterschaften.  

Als gebürtiger Bad Berkarer in einem traditionsreichen Kurort, dem er bis heute die Treue hält, ist es nicht verwunderlich, dass er von der „Kneippschen Lehre" angeregt wurde. Mit einem beispielgebenden, ehrenamtlichen Engagement fördert er mit seinen freiwilligen Mitarbeitern die öffentliche Gesundheitspflege in seiner Heimatstadt und Umgebung nach den Prinzipien der Gesundheitslehre des Sebastian Kneipp. Eine Vielzahl von Veranstaltungen in denen Programme vom Kindergarten bis zum Rentner angeboten werden, finden hohe Anerkennung auf Landes- und Bundesebene. So wurde der Kneipp-Verein Bad Berka u. a. 3-mal Bundessieger und mit dem „Großen Stern des Sports" in Silber geehrt.

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Fotos: Norbert Naperkowski