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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Oberhof

Oberhof

Göran Seyfarth

Weltcup-Feeling

Wintersportfans bekommen glänzende Augen, wenn von Oberhof die Rede ist. Seit Ende des 19. Jahrhunderts, als der Ort im Thüringer Wald einen Eisenbahn-Anschluss erhielt, entwickelte sich der Tourismus rasant. In über 800 Metern Höhe nahe des Rennsteigs gelegen, ist die Gegend im Winter relativ schneesicher. Enthusiasten bauten bereits vor über 100 Jahren die erste Bobbahn und die erste Skisprungschanze hier. In den folgen- den Jahrzehnten zogen internationale Wettkämpfe Sportler von Rang und Namen an – die Zuschauermassen sorgten für gute Belegungsquoten in den Hotels und Pensionen. Der Ort lebt vom Tourismus, hat heute etwa doppelt so viele Gästebetten wie Einwohner. Besonders in der wettkampffreien Zeit profitieren zahlreiche Freizeitsportler von der günstigen Infrastruktur, hier konzentrieren sich die unterschiedlichsten Wintersportanlagen auf engstem Raum. International bekannt ist die 1972 erbaute Rennrodel- und Bobbahn.

Eine Fahrt talwärts ist ein kurzes, aber intensives Vergnügen, das man sich – gute Gesundheit vorausgesetzt – gönnen sollte. Der über 1.300 Meter lange und 14-kurvige Eiskanal kann mit einer Art Schlauchboot (Ice- Rafting), im Reifen (Ice-Tubing) oder im Sommerbob (auf Rädern) bezwungen werden. Echte Wettkampf-  Atmosphäre kommt bei der Fahrt im Original-4er-Bob auf. Zusammen mit einem erfahrenen Piloten und zwei weiteren Gästen geht es in nur 37 Sekunden 900 Meter abwärts. Die gastronomischen Angebote Oberhofs sollte man unbedingt erst danach genießen.

Oberhof-Information

Crawinkler Straße 2

98559 Oberhof

Tel.: 036842 / 5250

www.bob-icerafting.de

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.32f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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