Thüringen Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.thueringen-lese.de

Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Schillerhaus in Rudolstadt

Schillerhaus in Rudolstadt

Göran Seyfarth

Eine folgenreiche Begegnung

Es geschah am Sonntag, dem 7. September 1788. In Rudolstadt, der damals 4.000 Einwohner zählenden Residenzstadt des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt, begegnen sich zwei Persönlichkeiten. Der junge Friedrich von Schiller, erfolgreicher  Autor des „Räuber“-Dramas, trifft auf den kürzlich von seiner zweijährigen Italienreise  zurückgekehrten Johann Wolfgang von Goethe. Es sollten sechs weitere Jahre vergehen, bis aus dieser Bekanntschaft sich schließlich eine wahre Freundschaft entwickelte, trotz aller Gemeinsamkeiten waren Unterschiede nicht zu verkennen.

Goethe, gesellschaftlich geachtet und von seinem Gönner, dem Weimarer Herzog Karl August, mit hohen politischen Ämtern ausgestattet, stand in einer künstlerischen Schaffenskrise und mag daher ein wenig neidvoll auf den jugendlich wirkenden, erfolgreichen Kollegen geblickt zu haben. Schiller äußerte fünf Monate später ebenfalls wenig begeistert in einem Brief an seinen Freund Gottfried Körner: "Oefters um Goethe zu seyn, würde mich unglücklich machen...ich glaube in der That, er ist ein Egoist in ungewöhnlichem Grade...Eine ganz sonderbare Mischung von Haß und Liebe ist es, die er in mir erweckt hat... ich könnte seinen Geist umbringen und wieder von Herzen lieben..." Später mag sich der Dichter, Philosoph und Historiker Friedrich von Schiller an das Haus in Rudolstadt wegen eines anderen Aspekts erinnert haben. Hier verbrachte er manche Stunde mit seiner Geliebten und späteren Frau Charlotte von Lengefeld.

Öffnungszeiten:

Mo - So 10:00 - 18:00 Uhr

Schillerhaus

Schillerstraße 25

07404 Rudolstadt

Tel.: 03672 / 486470

www.schillerhaus-rudolstadt.de

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.86f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Veste Wachsenburg
von Florian Russi
MEHR
Leuchtenburg
von Anette Huber-Kemmesies
MEHR
Leipziger Turm
von Andreas Michael Werner
MEHR

Schillerhaus in Rudolstadt

Schillerstraße 25
07407 Rudolstadt

Detailansicht / Route planen

Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen