Thüringen-Lese

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Thüringen-Lese

Rüdiger Fikentscher (Hg.)
Tausch- und Geldkulturen in Europa
Sachbuch
mdv aktuell, Bd. 15

Die Autorinnen und Autoren geben Antworten auf Fragen, die nach dem Umgang mit Geld und seinen verschiedenen Erscheinungsformen immer wieder neu auftauchen. Die Beiträge des Buches spannen dabei den Bogen von den Tauschsystemen in vorchristlicher Zeit bis zu den Bitcoins der Gegenwart. Ein frühneuzeitliches Kerbholz wird ebenso behandelt wie Goethes Finanzierung seiner Italienreise. Kopfschütteln erzeugt noch heute die erste bekannte Spekulationsblase, der »Tulpenwahn« in den Niederlanden.

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Kyffhäuserdenkmal

Kyffhäuserdenkmal

Göran Seyfarth

Kaiser-Kult

Es war ein Trend damals, nach dem Tode Kaiser Wilhelm I. ehrte man den Monarchen vielerorts durch Denkmäler. Am Kyffhäuser-Burgberg war man dem  Hohenzollern offenbar besonders zugetan, hier entstand ab 1890 in sechsjähriger Bauzeit nach dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal und dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica das drittgrößte deutsche Denkmal überhaupt. Ganz im Stil der Zeit zeugt das Bauwerk vom neu erwachten Nationalstolz nach der Reichsgründung von 1871, symbolisiert Einigkeit gegen Widersacher und Kritiker der damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Beschränkungen für sozialdemokratische Aktivitäten durch Bismarck wurden schließlich erst im Jahr des Baubeginns aufgehoben. 81 Meter hoch ist das gesamte Denkmal, wer die 247 Stufen des 57 Meter hohen Turms erklimmt, hat einen wundervollen Rundblick, bei klarer Sicht sogar bis zum Harz und zum Thüringer Wald.

Das Monument befindet sich an dem Ort, wo sich einst die mittelalterliche Reichsburg erhob, ein Teil der Ruinen musste für den Bau weichen. Am Sockel zu bewundern ist das Reiterstandbild Wilhelm I., symbolträchtig über der Sandsteinfigur Friedrich I. Wir erinnern uns: Kaiser Friedrich I., Barbarossa, soll gemäß der Sage eines Tages aus seinem Schlaf in der Höhle erwachen, die letzte entscheidende Schlacht schlagen, welche den Sieg des Guten über das Böse bringt. Weitere Infos, auch über die legendäre Reichsburg, liefert ein Museum. Unbeeindruckt verlässt niemand diesen Ort.

Kyffhäuserdenkmal

06567 Steinthaleben

Tel.: 034651 / 2780

www.kyffhaeuser- tourismus.de

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Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.70f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

Kyffhäuserdenkmal


99706 Steinthaleben

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