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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Gothardusfest

Gothardusfest

Carolin Eberhardt

Zu Ehren des heiligen Sankt Gothardus, dem Schutzpatron der Stadt Gotha, welcher bereits im 13. Jahrhundert auf dem Gothaer Stadtwappen zu finden ist, wird alljährlich in der einstigen Residenzstadt das Gothardusfest veranstaltet.

Um die Verbindung zwischen der Stadt und dem Heiligen ranken sich viele Sagen. So heißt es in der einen, dass Sankt Gothardus auf Grund seines gleichklingenden Namens zum Schutzpatron Gothas auserkoren wurde. Eine andere berichtet davon, dass Sankt Gothardus maßgeblich an der Gründung der Stadt beteiligt gewesen sein solle. Hiernach ließ er die Stadtmauern errichten, Gärten anlegen und die Stadtkirche St. Margarethen erbauen. Ein historischer Beleg für diese Behauptung existiert allerdings nicht. Urkundlich überliefert ist allerdings das Sterbejahr des Sankt Gothardus: 1038.

Das dreitägige Gothardusfest, das größte und wichtigste Stadtfest, findet jährlich am ersten Maiwochenende statt und wird bereits im 14. und 15. Jahrhundert gefeiert. Begonnen wird die Veranstaltung mit dem traditionellen Lichterlauf am Freitag, im Anschluss daran hat sich das Lichterfest mit einem Höhenfeuerwerk an der Orangerie etabliert. Ein historischer Festumzug sowie die Zeremonie mit St. Gothardus und dem Landgrafen Balthasar finden jährlich am Samstag an der Wasserkunst statt. Seit 2007 lockt die Innenstadt obendrein mit einem klassischen Musikfeuerwerk über der Wasserkunst viele tausende Menschen in die Residenzstadt.

Aus einer Urkunde des Jahres 1422 geht hervor, dass gläubige Bürger am Todestag des Schutzpatrons zum Dank an Sankt Gothardus und ihrem Gott Spenden und Almosen an die Armen verteilten. Weiterhin folgten zwei Messen, eine auf dem Berg St. Marien, eine in der Kapelle des Rathauses. Beendet wurde die Festivität mit einem großen Umzug durch die Stadt, begleitet von feierlichen Gebeten und Gesängen. Die Gothaer erhofften sich, durch diese Prozession das Unheil von der Stadt fernzuhalten, ihre Felder vor Unwetter zu bewahren sowie den Frieden Gottes zu verbreiten.

Im Jahr 2022 feiert das Gothardusfest vom 22. bis 25. September seinen 600-jährigen Geburtstag. Die Veranstaltung findet auch in diesem Jahr auf dem Oberen Hauptmarkt, dem Gothardusmarkt sowie im Brühl mit dem historischen Markt statt. An der Lindeauallee lädt ein Riesenrad dazu ein, bei Tag und Nacht einen Blick über die historische Stadt zu werfen. Das Fest bietet seinen Besuchern neben einem bunten Markttreiben verschiedene Bühnen mit zahlreichen Konzerten und einem vielfältigen Programm. Am gleichen Wochenende finden darüber hinaus das 24. Internationale Metallgestaltertreffen und der Handwerker- und Spezialitätenmarkt „Gotha glüht“ statt.

Termin: 22. bis 25. September 2022

 

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Textquelle:

>https://www.takt-magazin.de/magazin/gotha-feiert-600-jahre-gothardusfest_311221< aberufen am 11.07.2022.

>https://www.gothardusfest.de/die-historie/< abgerufen am 11.07.2022.

>https://gotha-aktuell.info/2022/04/28/gotha-feiert-600-jahre-gothardusfest-vom-22-bis-25-september-2022/< abgerufen 

Bildquellen:

Mit freundlicher Genehmigung der KulTourStadt Gotha GmbH:

Vorschaubild: Gothardusfest_bühnenshow_© Bernd Seyel

Gothardusfest_Historischer Festumzug_© Bernd Seydel

Gothardusfest_Riesenrad_©Uwe-Jens Igel

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