Thüringen-Lese

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Thüringen-Lese

Martin Kulinna
Feste – Festivals
Riten und Wallfahrten/Rituals and Pilgrimages
Bildband
Mit Texten von André Meier

Berührende, atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen

Unsere Welt verliert rasant an Diversität. Multinationale Konzerne besetzen die Innenstädte und verwandeln sie in uniforme Einkaufs- und Vergnügungszonen. Und auch der Einzelne selbst hat sich längst diesem Egalisierungsgebot unterworfen. Martin Kulinna weiß, dass dieser Marsch in die Monotonie kaum zu stoppen ist. Aber gerade deshalb bereist er mit seiner Kamera beharrlich jene Orte, an denen kulturelle Vielfalt nicht nur behauptet, sondern auch tatsächlich gelebt wird. Seine Bilder zeigen uns Menschen, die sich gegen den globalen Trend stemmen, die an den Ritualen und Bräuchen ihrer Ahnen festhalten und sich mit ihren Kostümen, Tänzen und Gesängen stolz als eigenständige Wertegemeinschaft behaupten. Unter anderem werden Feste und Rituale in Bulgarien, Deutschland, Kuba, Litauen, Malta, Peru, Rumänien, Spanien und Teneriffa thematisiert.

Unser Leseangebot
Cyriaksruine Camburg

Cyriaksruine Camburg

Helga Heilig

Basilika, versteckt im Wald

Etwa in der Mitte zwischen Jena und Naumburg liegt an der Saale das Städtchen Camburg. Es ist in der warmen Jahreszeit immer häufiger das Ziel von Wasserwanderern, die von hier aus die Saale bis zum Blütengrund entlang paddeln. Camburg ist bei Historikern bekannt durch zahlreiche Funde aus der Vor- und Frühgeschichte. Hier verbirgt sich aber auch einen Schatz, der bislang überregional nur wenig Beachtung findet: die Cyriaksruine. Es handelt sich um die Reste einer Basilika und/ oder einer Burg, die um die erste Jahrtausendwende errichtet worden sein soll. Eindrucksvoll erstrecken sich die Mauerreste über ein großflächiges Areal inmitten eines Waldes. Zahlreiche Legenden und Sagen ranken sich um diese zwischen 900 und 1000 n. Chr. errichteten Basilika. Sie ist offenbar von einer ortsansässigen Adligen gestiftet worden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1121 als „Kirche von Stubi“. Als 1539 der letzte Pfarrer die Kirche verlassen hatte, verfiel sie und lieferte Baumaterial für die umliegenden Ortschaften. In jüngster Vergangenheit fanden Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen statt. Die Mauerreste und erhaltenen romanischen Rundbögen bilden mitten im Wald eine besonders stimmungsvolle Kulisse, die zu unterschiedlichsten Veranstaltungen, gerade in den Sommermonaten, einlädt.

Weitere Informationen:

Cyriaksruine Camburg

Stöbener Wald

07774 Dornburg-Camburg

Tel.: 036421 / 71010

http://www.dornburg-camburg.de/

*****

Textquelle:

Heilig, Helga: Saale-Unstrut 99 Mal entdecken! Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2020.

Bildquelle:

Ebd.

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Stöbener Str. 8
07774 Dornburg-Camburg

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