Thüringen-Lese

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Unser Leseangebot

Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Automobile Welt Eisenach

Automobile Welt Eisenach

Göran Seyfarth

Vom Dixi zum Wartburg

Als Opel 1991 das Werk in Eisenach eröffnete, konnte die Stadt bereits auf ein knappes Jahrhundert Fahrzeugbau-Historie zurückblicken. 1896 gegründet, verließ bald der erste „Wart-burg-Motorwagen“ die Eisenacher Fahrzeugfabrik. Ab 1904 erhielten die als zuverlässig und leistungsstark bekannten Au- tomobile aus dem Haus den Namen „Dixi“. In den Jahren der Weimarer Republik folgten wirtschaftlich schwierige Zeiten, 1928 erwarb BMW die Fahrzeugfabrik und begann dadurch mit der Produktion von Autos. Der Markenname wechselte, aus „Dixi“ wurde BMW. Am Ende des zweiten Weltkrieges zer- störten Bomben das Werksgelände schwer, viele Maschinen wurden zuvor in Sicherheit gebracht. Eine vollständige Sprengung durch die Nationalsozialisten konnte ebenso verhindert werden wie eine geplante spätere Demontage durch die Sowjets.

Zögernd lief die Produktion nach 1945 wieder an.  Die Verantwortlichen in der DDR ordneten die Entwicklung von Zweitakt-PKW an, 1955 rollte der erste „Wartburg P 311“ aus den Hallen an der Hörsel. Der Nachfolger „Wartburg 353“ war ab 1966 neben dem Zwickauer Trabant allgegenwärtig auf den Straßen Ostdeutschlands. Ein Werksneubau ab 1976 sollte chronischem Platzmangel und logistischen Problemen entgegenwirken. Letztlich konnte auch der Einbau von VW-Motoren ab 1988 das Einbrechen der Nachfrage nach dem Ende der DDR nicht stoppen, 1991 lief der letzte Wartburg vom Band. Eine Ausstellung in den alten Werkhallen mit Fahrzeugen aus allen Epochen erzählt die ganze Geschichte.


Öffnungszeiten

Mo geschlossen
Di-So 11:00 - 17:00 Uhr

Stiftung Automobile Welt Eisenach Museum

Friedrich-Naumann- Straße 10

99817 Eisenach

Tel.: 03691 / 77212

www.awe-stiftung.de

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.50f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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