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Grit Poppe
Angstfresser
Roman

Br., 130 × 210 mm, 352 S.
ISBN 978-3-96311-239-3

Erschienen: Februar 2020


Angstfresser, der (lat. Hirudo Timor), blutegelähnlicher Parasit, der in der traditionellen chinesischen Medizin als Therapie gegen Angst- und Panik­zustände sowie Traumata eingesetzt wird. Auf anfängliche Nebenwirkungen wie Albträume, Halluzinationen, Wiedererleben früherer Gefühlszustände folgen rapide, kontinuierliche Therapieerfolge.

Scheinbar.
Kyra, eine labile junge Frau, die an den Gespenstern ihrer Vergangenheit zu zerbrechen droht, sieht die Therapie mithilfe eines Hirudo Timors als ihre letzte Chance, sich von ihren Ängsten zu befreien.
Doch was ist Schreckliches passiert, dass jedwede Erinnerung an ihre Kindheit aus ihrem Gedächtnis wie ausgelöscht erscheint?
Nach und nach kann sie sich von ihren posttraumatischen Belastungsstörungen befreien. Doch plötzlich kehren die Erinnerungen zurück und die Vergangenheit holt sie wieder ein …

Wortgewaltig, aber auch sensibel reißt Grit Poppe die Leser in einen Strudel aus Angst, Schuld und Surrealität.

Automobile Welt Eisenach

Automobile Welt Eisenach

Göran Seyfarth

Vom Dixi zum Wartburg

Als Opel 1991 das Werk in Eisenach eröffnete, konnte die Stadt bereits auf ein knappes Jahrhundert Fahrzeugbau-Historie zurückblicken. 1896 gegründet, verließ bald der erste „Wart-burg-Motorwagen“ die Eisenacher Fahrzeugfabrik. Ab 1904 erhielten die als zuverlässig und leistungsstark bekannten Au- tomobile aus dem Haus den Namen „Dixi“. In den Jahren der Weimarer Republik folgten wirtschaftlich schwierige Zeiten, 1928 erwarb BMW die Fahrzeugfabrik und begann dadurch mit der Produktion von Autos. Der Markenname wechselte, aus „Dixi“ wurde BMW. Am Ende des zweiten Weltkrieges zer- störten Bomben das Werksgelände schwer, viele Maschinen wurden zuvor in Sicherheit gebracht. Eine vollständige Sprengung durch die Nationalsozialisten konnte ebenso verhindert werden wie eine geplante spätere Demontage durch die Sowjets.

Zögernd lief die Produktion nach 1945 wieder an.  Die Verantwortlichen in der DDR ordneten die Entwicklung von Zweitakt-PKW an, 1955 rollte der erste „Wartburg P 311“ aus den Hallen an der Hörsel. Der Nachfolger „Wartburg 353“ war ab 1966 neben dem Zwickauer Trabant allgegenwärtig auf den Straßen Ostdeutschlands. Ein Werksneubau ab 1976 sollte chronischem Platzmangel und logistischen Problemen entgegenwirken. Letztlich konnte auch der Einbau von VW-Motoren ab 1988 das Einbrechen der Nachfrage nach dem Ende der DDR nicht stoppen, 1991 lief der letzte Wartburg vom Band. Eine Ausstellung in den alten Werkhallen mit Fahrzeugen aus allen Epochen erzählt die ganze Geschichte.


Öffnungszeiten

Mo geschlossen
Di-So 11:00 - 17:00 Uhr

Stiftung Automobile Welt Eisenach Museum

Friedrich-Naumann- Straße 10

99817 Eisenach

Tel.: 03691 / 77212

www.awe-stiftung.de

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.50f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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