Thüringen-Lese

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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel

Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel

Göran Seyfarth

Die deutsche „Terrakotta-Armee“

Entweder man liebt oder man hasst sie, sie werden als schön, kitschig oder gar provozierend empfunden und ihre Aufstellung beschäftigt regelmäßig die Justiz. Die 3.000-Einwohner-Gemeinde Gräfenroda im Ilmkreis gilt als deren „Geburtsort“, auch wenn Gartenzwerge bereits im 17. Jahrhundert Grünanlagen in Schlössern dekorierten. In Salzburg am Schloss Mirabelle sollen die ältesten erhaltenen zu bewundern sein, die 28 Marmor- Exemplare dort stammen aus den 1690er Jahren. August Heissner begann 1872 in seiner Keramikmanufaktur mit der Serienfertigung der Zwerge in Gräfenroda, nur zwei Jahre später gründete Philipp Griebel seine Firma. Griebel, gelernter „Porzelliner“ und „Thierkopfmodelleur“, folgte dem im Ort ausgebrochenen Boom, entwickelte die als typisch deutsch geltenden Vorgartenschmuck-Figuren weiter.

Die Zipfelmützenträger sind traditionell oft mit Spitzhacke, Schaufel und Schubkarre ausgestattet und stellen gärtnerische Tätigkeiten dar. Die beiden Firmen existieren heute noch, die Heissner GmbH hat ihren Sitz inzwischen ins hessische Lauterbach verlegt und bietet heute schwerpunktmäßig Produkte rund um den Wassergarten an. Die Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel dagegen ist Standort und Sortiment treu geblieben, auf dem Firmengelände informiert ein liebevoll eingerichtetes Museum über die Zipfelmützenträger. Fans der Zwerge werden sicher ihre eigene Sammlung im Shop erweitern – egal, ob zu Hause die Nachbarn von der „Terrakotta-Armee“ begeistert sind.

Öffnungszeiten

Mogeschlossen
Di - Fr10:00 - 17:00 Uhr
Sa10:00 - 14:00 Uhr
Sogeschlossen

Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel

Ohrdrufer Straße 1

99330 Gräfenroda

Tel.: 036205 / 76470

www.zwegengriebel.de

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Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.83.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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