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Kurt Wünsch

Wie ich Mitglied des Vereins zur Förderung der Vernunft wurde
Erzählungen

Geschichten und Bilder – natürlich hat Kurt Wünsch nicht selbst zum Pinsel gegriffen, sondern zwanzig hallesche Maler gebeten, eine Geschichte von ihm zu illustrieren. So entstand ganz nebenbei ein, natürlich vollkommen unvollständiges, Lexikon der halleschen bildenden Künstler. Von Wünschs erster Geschichte, 1958 in der Zeitung »Der Neue Weg« gedruckt, bis zu den Texten der unmittelbaren Gegenwart sammelt dieses Buch amüsante, skurrile und manchmal auch ein wenig surreale Geschichten, die sich genauso, also jedenfalls würde das ihr Verfasser stets behaupten, zugetragen haben.

Panorama Museum Bad Frankenhausen

Panorama Museum Bad Frankenhausen

Göran Seyfarth

Kunst im „Elefantenklo“

Aus der Ferne wirkt das zylindrische Betongebäude am Schauplatz einer bedeutenden Schlacht des Deutschen Bauernkrieges wie ein Fremdkörper in der Landschaft. Die DDR-Führung plante in den 1970er Jahren eine Gedenkstätte für den Aufstand, in deren Mittelpunkt ein Panoramagemälde stehen sollte. Werner Tübke, einer der besten Künstler des Landes, erhielt den Auftrag und arbeitete rund zwölf Jahre an dem etwa 14 Meter hohen und 123 Meter langen Rundbild. Über 3.000 Figuren – die größten davon über drei Meter hoch – verteilen sich auf den 1.722 Quadratmetern. Unverkennbar: Tübkes künstlerische Vorbilder waren Lukas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer. Lässt man seinen Blick über die plastisch wirkenden Szenen des Bildes schweifen, beeindruckt die Fülle der Details.

Entstanden ist kein dokumentarisches Schlachtengemälde, sondern ein Portrait der Verhältnisse des frühen 16. Jahrhunderts. Erzählt wird vom Scheitern von Visionen, von der Vergänglichkeit der Dinge. Ob es den Ostberliner Kulturpolitikern gefallen hat, dass der revolutionäre Prediger Müntzer als gescheiterter Mann dargestellt wird? Der Historiker Golo Mann brachte es auf den Punkt: „Aber wer unter jener Kuppel auf dem Frankenberg steht, dem Gemälde ohne Anfang, ohne Mitte und ohne Ende, der Schau, in welcher Symbole wie der berstende Turm oder der Regenbogen über dem Schlachtengewimmel sich mit historischen Figuren versöhnen, dem wird die Zaubermacht der Kunst für einen Moment alle Theorie als grau in grau erscheinen lassen.“

Öffnungszeiten

Mo geschlossen
Di - So 10:00 - 17:00 Uhr

Panorama Museum

Am Schlachtberg 9

06567 Bad Frankenhausen

Tel.: 034671 / 6190

www.panoramamuseum.de


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Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.35.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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