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Arno Pielenz
Kennst du Heinrich von Kleist?

"... mein Leben, das allerqualvollste, das ein Mensch je geführt hat." So schrieb Heinrich von Kleist an eine seinem Herzen nahe stehende Verwandte wenige Stunden, bevor er sich mit seiner Todesgefährtin am Wannsee erschoss.

Der Bergerner Hexenberg

Der Bergerner Hexenberg

Viola Odorata

Mit seinen 441m Höhe wird der Hexenberg in unserer Region nur vom Riechheimer Berg mit 513 m und dem Kötsch mit 497m übertroffen. Sein markantes, struppiges Aussehen hat ihm den Spezialnamen „Zahnbürste" eingebracht.
In der Thüringer Geschichte galt der Berg schon immer als Kultstätte. So sollen ihn die Germanen und später die Slaven zum Verrichten Ihrer Rituale und Opferbräuche genutzt haben; die Stämme an der Ilm nutzten ihn als Fliehburg.
Wie der Berg zu dem Namen „Hexenberg" kam, lässt sich zunächst nicht eindeutig nachweisen. Angeblich brachten Mönche des nahegelegenen Klosters in München den Berg während der Christianisierung Thüringens als Kultstätte der Germanen, als „Berg des Teufels und der Hexen" in Verruf. Damit sollten die Menschen von ihrem Götterglauben weggebracht werden.
Brestlinge
Brestlinge
Eine zweite Version erscheint glaubhafter: Von Generation zu Generation wurde weitergegeben, dass der Berg einst Brestlingberg hieß, benannt nach den dort wachsenden Waldbeeren . Erst nachdem man auf dem Berg 1673 die alte Frau Glaßen aus Bad Berka als Hexe verbrannt hatte, soll der Berg in Hexenberg umbenannt worden sein. Noch vor einigen Jahrzehnten, als wir Kinder waren, befand sich auf dem Hexenberg ein mit Tannen umpflanzter Platz, den man Hexengrab nannte.
Auf jeden Fall spielt in der Sagenwelt unserer Region der Hexenberg eine herausragende Rolle. Es sollen von hier aus in der Walpurgisnacht (am 30. April) die Hexen in großen Scharen auf Besenstielen zum Blocksberg und auf den Hexentanzplatz im Harz fliegen, um gemeinsam mit dem Teufel ihrer Leidenschaft zu frönen.
Ob als „Zahnbürste", Brestlingberg oder Hexenberg - wir lieben diesen Berg, ja wir sind stolz auf ihn!

 

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Bildquellen: © Bertuch Verlag GmbH

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