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Eberhard Brecht

Zerstörte Lebenswelten
Juden in Quedlinburg 1933–1945

Eberhard Brecht schildert das Leben und Leiden von Juden in der Kleinstadt Quedlinburg vor und während der NS-Diktatur. Glaube und Rituale wurden gelebt, ohne dass sich die Juden der Stadt in einer Parallelgesellschaft bewegten. Im Gegenteil: Gläubige wie zum Protestantismus konvertierte Juden trugen maßgeblich zum gesellschaftlichen Leben der Stadt bei. Diese Integration löste sich nach 1933 mit der antisemitischen Propaganda, den Nürnberger Gesetzen und anderen Einschränkungen von persönlicher Freiheit sowie den Ausschreitungen gegen Juden und ihre Geschäfte, insbesondere in der Pogromnacht 1938, auf.

Erlebnisbergwerk Sondershausen

Erlebnisbergwerk Sondershausen

Göran Seyfarth

Salz aus dem Berg

Bis zu 3.000 Menschen arbeiteten in Sondershausen am Ende der 1980er Jahre im Kalibergbau. Nach der Wiedervereinigung wurde die Förderung von Kalisalz, einem wichtigen Grundstoff für die Düngemittelherstellung, am Standort eingestellt. Heute baut die Glückauf-Sondershausen-Entwicklungs- und Siche- rungsgesellschaft hier lediglich Steinsalz zum Wintereinsatz auf vereisten Straßen ab. Eine Tour durch das Erlebnisberg- werk am alten Brüggemann-Schacht ist dennoch wärmstens zu empfehlen – nicht nur wegen der durchschnittlich 23 Grad untertage. Rund drei Minuten dauert die Fahrt im Förderkorb in etwa 670 Meter Tiefe. Zuvor werden die Gäste mit Schutzkittel und Helm ausgestattet. Unten angekommen, durchfährt man im offenen LKW rund 15 Kilometer des  weitläufigen  Stollen- Systems, besucht u.a. ein Museum mit ehemaligen Bergwerksmaschinen. Von der Rüstungsproduktion der Nationalsozialisten untertage erzählt eine weitere Ausstellung. Ein Konzertsaal bildet gelegentlich den stimmungsvollen Rahmen für Veranstaltungen.

Der kleine Festsaal für rund 60 Personen dient als Trausaal der Stadt. Beide Räumlichkeiten werden während der zweieinhalbstündigen Tour besichtigt. Doch es warten noch mehr Attraktionen untertage. In einem Laugensee dreht man eine Runde mit einem hölzernen Original-Spree- wald-Kahn. Echtes Bergmanns-Feeling bekommt jeder, der mit einem „Arschleder“ die 52 Meter lange Tunnelrutsche abwärts saust. Für die Überwindung der 42 Meter Höhenunterschied werden nur vier Sekunden benötigt.

Erlebnisbergwerk-Betreibergesellschaft mbH

Schachtstraße 20

99706 Sondershausen

Tel.: 03632 655280

www.erlebnisbergwerk.com

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.40f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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