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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Oberhof

Oberhof

Göran Seyfarth

Weltcup-Feeling

Wintersportfans bekommen glänzende Augen, wenn von Oberhof die Rede ist. Seit Ende des 19. Jahrhunderts, als der Ort im Thüringer Wald einen Eisenbahn-Anschluss erhielt, entwickelte sich der Tourismus rasant. In über 800 Metern Höhe nahe des Rennsteigs gelegen, ist die Gegend im Winter relativ schneesicher. Enthusiasten bauten bereits vor über 100 Jahren die erste Bobbahn und die erste Skisprungschanze hier. In den folgen- den Jahrzehnten zogen internationale Wettkämpfe Sportler von Rang und Namen an – die Zuschauermassen sorgten für gute Belegungsquoten in den Hotels und Pensionen. Der Ort lebt vom Tourismus, hat heute etwa doppelt so viele Gästebetten wie Einwohner. Besonders in der wettkampffreien Zeit profitieren zahlreiche Freizeitsportler von der günstigen Infrastruktur, hier konzentrieren sich die unterschiedlichsten Wintersportanlagen auf engstem Raum. International bekannt ist die 1972 erbaute Rennrodel- und Bobbahn.

Eine Fahrt talwärts ist ein kurzes, aber intensives Vergnügen, das man sich – gute Gesundheit vorausgesetzt – gönnen sollte. Der über 1.300 Meter lange und 14-kurvige Eiskanal kann mit einer Art Schlauchboot (Ice- Rafting), im Reifen (Ice-Tubing) oder im Sommerbob (auf Rädern) bezwungen werden. Echte Wettkampf-  Atmosphäre kommt bei der Fahrt im Original-4er-Bob auf. Zusammen mit einem erfahrenen Piloten und zwei weiteren Gästen geht es in nur 37 Sekunden 900 Meter abwärts. Die gastronomischen Angebote Oberhofs sollte man unbedingt erst danach genießen.

Oberhof-Information

Crawinkler Straße 2

98559 Oberhof

Tel.: 036842 / 5250

www.bob-icerafting.de

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.32f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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