Thüringen-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Thüringen-Lese
Unser Leseangebot

Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Die Rehe auf unserem Berg I

Die Rehe auf unserem Berg I

Kerstin Rohde

Wie im vorhergehenden Beitrag angekündigt, möchte ich heute erklären, was die Füchse und Rehe auf unserem Berg gemeinsam haben.

Alles begann mit der Luzerne, die dort im vergangenen Frühjahr ausgesät wurde. Durch die dann folgenden vielen Regenfälle gedieh sie prächtig und bildete so eine gefüllte Vorratskammer für das Schalenwild (bei uns auf dem Berg Rehe und Mufflons), Hasen, Kaninchen und Mäuse. Da die Pflanzen reich an wertvollen Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen sind, findet das Wild sie besonders anziehend. Die Inhaltsstoffe unterstützen den Gehörnaufbau der Böcke und Widder, füllen den Magen und sind besonders nahrhaft für die heranwachsenden Kitze und Lämmer.

Luzernefelder sind eine wahre Bereicherung für die Natur. Indem sie das Schalenwild von den jungen grünen Trieben im Wald ablenken, schützen sie diese vor Verbiss. Außerdem sind sie wahre Insektenparadiese.

Zum anderen bieten sie Schutz vor ungewollten Blicken. Wenn ich im Sommer und Herbst 2025 kurz nach Sonnenaufgang gemeinsam mit Baloo meine Runden drehte, sah ich oft Rehe im saftigen Grün dösen. Meist schauten nur die Köpfe von Ricken und Kitzen oder ein einzelnes Geweih heraus.

Wenn die Sonne dann aber höher stieg und die Rehe ausgeruht hatten, kam Bewegung ins Bild, wie diese Genießer hier zeigen.

Ein Welpe auf Mäusesuche
Ein Welpe auf Mäusesuche

Nun aber zu den Reineckes! Für die ansässigen Füchse war der Tisch auch reichlich gedeckt. Klappohr, die Fähe, von der ich schon berichtete, hielt sich dort am Waldrand oft mit ihren Welpen auf. Es gab sicherlich Mäuse im Überfluss, und die Füchsin konnte ihre Kleinen unbesorgt deren Spiel und Mäusejagd überlassen, während sie auf Streifzüge in die nähere Umgebung ging.

Füchse und Rehe lebten im vergangenen Jahr also in unmittelbarer Nachbarschaft und profitierten von der angebauten Luzerne.

Im Vordergrund links sieht man einen Rehbock, der direkt zu den Füchsen schaut
Im Vordergrund links sieht man einen Rehbock, der direkt zu den Füchsen schaut

An einem Morgen kam es für uns zu einem besonderen Schauspiel. Auf den ersten Blick sahen Baloo und ich nur die Rehe im Klee. Aber dann bewegte sich am unmittelbaren Waldrand vor ihnen etwas. Es waren zwei Fuchswelpen beim Toben. Für mich hatte es den Anschein, als ob die liegenden Rehe den jungen Füchsen bei ihrem ausgelassenen Spiel zusahen. Die Füchse agierten sozusagen auf der Bühne, die Rehe lagen im Parkett und Baloo und ich standen hinter ihnen auf dem Rang. 😉

Baloo und ich hoffen, dass Ihnen der Ausflug auf unseren Berg gefallen hat und laden Sie ein, im zweiten Teil zwei kleine Findelkinder kennen zu lernen. 
Bis dahin grüßen wir Sie recht herzlich.


Baloo und Kerstin Rohde

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Mufflons
von Kerstin Rohde
MEHR
Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen