Thüringen-Lese

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Autor Christoph Werner lässt den Weimarer Unternehmer und Verleger Friedrich Justin Bertuch zurückblicken auf das eigene Leben.

Ein Tag im Leben des Friedrich Justin Bertuch

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Turmfalken in unserem Dorf und anderswo

Turmfalken in unserem Dorf und anderswo

Kerstin Rohde

Wie schon angekündigt, möchte ich an dieser Stelle über eine Vogelart berichten, die für ihre außerordentliche Sehschärfe bekannt ist: den Turmfalken. Selbst aus sehr großer Höhe nehmen sie kleinste Details am Boden wahr, was sie zu erfolgreichen Jägern macht.

Ihren Namen verdanken sie der Tatsache, dass sie als Kulturfolger Bauwerke wie zum Beispiel Kirchtürme als Brutplätze und Aussichtspunkte bevorzugen.

Turmfalken bauen keine Nester, sondern legen drei bis sechs Eier in eigens dafür gescharrte Mulden. Weiches Nistmaterial für ihre Sprösslinge verwenden sie nicht. Die Kleinen haben also einen harten Start ins Leben. 😉

 

 

Aus dem Mauerwerk schaut ein adultes Tier heraus, erkennbar an den leuchtend gelben Augenringen und der ebenfalls gelb gefärbten Wachshaut am Ansatz des ansonsten schwarzen Schnabels.

 

Dies ist ein Jungvogel mit dem letzten Flaum auf dem Kopf, heller Haut um seine Nasenlöcher und noch nicht pigmentierten Augenringen.

Wie so oft in der Vogelwelt haben die Turmfalkenmännchen, die Terzel genannt werden, ein auffälligeres Gefieder als die Weibchen.

Kopf, Nacken und Schwanzfedern der Terzel sind blaugrau, ihr Rücken rotbraun mit schwarzen Flecken. Die Weibchen sind dagegen durchgehend hellbraun gefärbt und ihr Rücken komplett schwarz quergebändert. Beide haben kräftig gelbe Fänge mit scharfen schwarzen Krallen.

Ins Gespräch vertieft

Ins Gespräch vertieft

Aufmerksame Beobachter.

Aufmerksame Beobachter

Wann auch immer Baloo und ich am Tage unsere Runden am Ortsrand drehen, die Falken sind ständig aktiv. Oft sitzen sie, nach Fressbarem Ausschau haltend, auf den Bäumen an den Wegrändern und lassen sich von Spaziergängern und Hunden kaum beeindrucken. So konnten Baloo und ich sie schon ausgiebig aus der Nähe betrachten.

Nachdenkliche Pose? 😉

Nachdenkliche Pose? 😉

Männchen, erkennbar an der Tropfenfleckung auf dem Brustgefieder

Männchen, erkennbar an der Tropfenfleckung auf dem Brustgefieder.

Wenn sie etwas Fressbares entdeckt haben, fliegen sie auf und stehen im Rüttelflug majestätisch am Himmel, um dann irgendwann blitzschnell auf die von ihnen anvisierte Beute niederzustoßen.

Waren sie erfolgreich, suchen sie sich einen erhöhten Ort und verspeisen dort in aller Ruhe ihren Fang. Bei uns auf dem Berg können das zum Beispiel ein Fußballtor, ein Apfelbaum oder die Überreste eines riesigen Feuers aus der Walpurgisnacht sein. Manchmal wird aber auch direkt am Boden geschmaust.

Auf ihrem Speiseplan stehen hauptsächlich Feldmäuse (siehe unten). Je nach Lebensraum fressen sie aber auch große Insekten und kleine Singvögel - bei uns auf dem Berg etwa die am Boden brütenden Feldlerchen.

Aus die Maus!

 

Ist der Fang erst verspeist, putzen sich die Falken unter vollem Körpereinsatz. Dabei habe ich sie in den unterschiedlichsten Posen und Verrenkungen erwischt.

Soviel zu diesen in Europa und großen Teilen Asiens sowie Afrikas weit verbreiteten und streng geschützten Tieren.

Es würde mich freuen, wenn ich Sie mit meinen Fotos etwas neugierig machen und Ihren Blick auf diese schönen Tiere lenken konnte. Ich jedenfalls habe großen Spaß daran, sie zu beobachten.

Wir verbleiben mit herzlichen Grüßen,

 

Baloo und Kerstin Rohde

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