Thüringen-Lese

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Das verlassene Krankenhaus bei Tschernobyl

Nic

Heft, 28 Seiten, 2020 - ab 23 Nov. erhältlich

Die Stadt Prypjat liegt nur 3 Kilometer von Tschernobyl entfernt. Im hiesigen Krankenhaus wurden unmittelbar nach der Explosion des Atomreaktors die ersten stark verstrahlten Opfer behandelt. Viele von Ihnen sind an der massiven Strahlenbelastung gestorben.

Am 27. April 1986, einen Tag nach der Nuklearkatastrophe, wurde die Prypjat evakuiert. Seither ist die Stadt, wie auch das hier gezeigte Krankenhaus verwaist. 30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Nic führt uns auf einem Rundgang durch verlassene Gänge vorbei an verfallenen OP-Sälen und Behandlungszimmern.

Für alle Fans von Lost Places.

Ab 4 Heften versenden wir versandkostenfrei.

Fritz Hofmann

Christoph Werner

Chemiekombinat Buna
Chemiekombinat Buna

Kölleda, meine Leserinnen und Leser, ist eine ländlich geprägte Kleinstadt in Thüringen. Das erfahren Sie in einem Internetlexikon. Dort lesen Sie weiter, dass die Stadt zum Landkreis Sömmerda gehört und etwa zehn Kilometer östlich von Sömmerda am Rande des Thüringer Beckens liegt. Sie hat knapp 5700 Einwohner.

Was Sie in dem Lexikon nicht erfahren, ist, dass der Erfinder des ersten wirtschaftlich nutzbaren synthetischen Kautschuks, Fritz Hofmann, hier im Jahre 1866 geboren wurde.
Die Bedeutung seiner Erfindung für die industrielle Entwicklung weltweit lässt sich kaum überschätzen. Im Jahre 1909 gelang es Hofmann, aus Butadien (BU) - Ausgangsstoffe waren Kohle und Kalk - und Natrium (NA) BUNA, synthetischen Kautschuk, herzustellen. Seine Erfindung wurde am 12. September 1909 unter der Nr. 250690 patentiert.

BUNA-Gummi wurde für Deutschland besonders wichtig, als es im 1. und auch im 2.Weltkrieg den Zugang zu seinen natürlichen Kautschuklieferanten verlor. Im Jahre 1936 wurde in Schkopau, zwischen Merseburg und Halle, mit dem Bau des weltweit ersten Synthesekautschukwerkes begonnen. Das Werk entwickelte sich zu DDR-Zeiten zum größten Carbid-Produzenten der Welt mit der Folge eines gewaltigen Verbrauchs an Elektroenergie für die Karbidöfen, extremer Umweltverschmutzung und krankmachenden Arbeitsbedingungen. Das Werk war mit 18000 Beschäftigten eines der größten Industriekombinate der DDR. Die Plattenbausiedlungen Halle-Neustadt und Halle-Silberhöhe sollten den Wohnraumbedarf für die Arbeiter von Buna und Leuna decken.

Professor Dr. Fritz Hofmann besuchte im Jahre 1945 noch einmal die Chemischen Werke Buna, bevor er in den westlichen Teil Deutschland ging. Er starb im Jahre 1956 in Hannover.
Kölleda hat den berühmten Erfinder nicht vergessen.

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Fotos: - LANXESS

          - Deutsches Bundesarchiv, Bild 183-W1118-013, Thomas Lehmann, 1980

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