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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Anekdote um Johann Sebastian Bach und seinen  Schüler Johann Ludwig Krebs

Anekdote um Johann Sebastian Bach und seinen Schüler Johann Ludwig Krebs

Anette Huber-Kemmesies

Der gebürtige Buttelstedter Johann Ludwig Krebs (geb. um den 10. Oktober 1713) war der Lieblingsschüler des großen Komponisten Johann Sebastian Bach. Die Beziehung zwischen den beiden ging weit über die eines Lehrers und Schülers hinaus. Krebs wurde nicht nur der Notenkopist Bachs, nein, es entwickelte sich auch eine enge Freundschaft, die wohl aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft zum Orgelspiel entsprang.
Folgende Anekdote kann als Schilderung der engen Freundschaft gelesen werden, obwohl sie sich so nicht zugetragen haben kann. Dafür gibt es einen entscheidenden Grund: Krebs ging erst nach dem Tode seines Lehrmeisters und Freundes (1750) im Jahre 1756 nach Altenburg, um für Friedrich III. als Hoforganist zu arbeiten. Bach kann ihn also dort nicht spielen gehört haben. Dennoch kann diese Anekdote als eine Spiegelung der innigen Freundschaft zwischen den beiden Orgelvirtuosen gelesen werden.

Anette Huber-Kemmesies

 

„Johann Sebastian Bach kommt auf einer Reise nach Altenburg. Da es eben Sonntag ist, so geht er in die Kirche, um seinen Schüler Krebs spielen zu hören. Hier glaubt Bach mitten unter den Bürgern unbemerkt und unbekannt stehen zu können. Krebs kommt, sieht sich um und bemerkt sogleich seinen Lehrer. Hierauf setzt er sich an die Orgel und, fängt eine Fuge mit dem Thema b. a. c. h. an und führt sie meisterhaft durch. Bach pflegte nachher zu sagen: er habe nur einen einzigen Krebs in seinem Bache gefangen." 

 

 

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Foto: Sebastian Keßler "Bachwochen Arnstadt"

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