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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Waffenmuseum Suhl

Waffenmuseum Suhl

Göran Seyfarth

„Gun-City“

Das Waffenhandwerk hat in Suhl eine lange Tradition, die Bedingungen konnten kaum günstiger sein. In den Bergen um die Stadt lagerten Eisenerzvorkommen, die Schmelzöfen zu dessen Weiterverarbeitung wurden mit dem Holz der umliegenden Wälder geheizt. Schon im 18. Jahrhundert waren hier über 100 Schlossermeister und Büchsenmacher ansässig. Im Laufe der Zeit wurden aus den Handwerksbetrieben Manufakturen und später Fabriken. Waffenherstellung erfordert Spezialwissen und handwerkliche Fertigkeiten, denn die hohe Präzision war lange Zeit nicht durch Maschinen zu erreichen. Neben den Jägern und Sportschützen orderten Militärs in den Betrieben der Umgebung Waffen für ihren Bedarf. Im Gegensatz zu den kunsthandwerklich interessierten Sammlern kam es den Generälen natürlich weniger auf Ästhetik, aufwändige Verzierungen und Gravuren als auf hohe Stückzahlen an. Das historische Malzhaus im Zentrum von Suhl bietet dem Waffenmuseum einen würdigen Platz.

Seit 1971 zeigt die Ausstellung neben über 400 Handfeuerwaffen auch Informationen über die einzelnen Schritte der Herstellung, beginnend mit der Erz- gewinnung bis zur fertigen Waffe. Die einzelnen Berufe werden vorgestellt, Rohrschmiede, Graveure, Schäfter, Plattner sorgen dafür, dass Suhler Jagdwaffen seit Jahrhunderten in allen Teilen der Welt gefragt sind. Und natürlich darf der Museumsbesucher auch selbst Treffsicherheit beweisen. Am Laser-Schießstand des Hauses hat schon mancher seine Fähigkeiten realistisch einzuordnen gelernt.

Öffnungszeiten

Mo-So10:00 - 18:00 Uhr

Waffenmuseum Suhl

Friedrich-König- Straße 19

98527 Suhl

Tel.: 03681 / 742218

www.waffenmuseum suhl.de

*****

Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.52f.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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