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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Eichsfelder Sang

Eichsfelder Sang

Der Text des Eichsfelder Sangs erschien erstmals 1901 im „Eichsfelder Marienkalender". Der Autor Hermann Iseke, ein Jurist und Heimatdichter, hatte ihn der Melodie von „O alte Burschenherrlichkeit" unterlegt. Die neue Weise entstand im Jahr 1902. Das Lied hatte, besonders während der DDR-Zeit, eine stark identitätsbildende Bedeutung für die mehrheitlich katholischen Bewohner des Eichsfeldes.

Sven Evertz

 

 

Dort, wo die junge Leine fließt,
Die Unstrut wallt zu Thale,
Der Hilfensberg die Werra grüßt,
Der Ohmberg seine Hahle,
Die Wipper flutet durch die Au:
Landauf, landab welch feine Schau
Auf Thal und Hügelketten
Und schmucke Siedelstätten!

 

Beut auch die Scholle ihren Sold
Oft karg der Müh', dem Schweiße:
Nur frischer durch die Adern rollt
Das Blut bei frohem Fleiße!
Und ist die Welt nicht breit und lang?
Hinaus mit Reff und Arbeitsdrang!
Es zollt auch fremde Erde
Das Gut dem heim'schen Herde!

Dem Herd, an dem in frommer Zucht
Die treue Gattin waltet
Und Kindern, gleich des Ölbaums Frucht,
Die Händchen betend faltet;
Dem Haus, wo noch der Herrgott gilt,
Und nicht nur, was den Magen stillt,
Wo felsenfester Glaube
Die Blicke hebt vom Staube.

 

Eichsfelder mit Frohwanderblut
Und liederreicher Kehle,
Heim, heim steht all dein Herz und Mut,
Dein Sinn und deine Seele,
Heim, wo das Kreuz vom Hügel ragt
Und dir von Gottes Liebe sagt!
Schlägt deine letzte Stunde,
Es sei auf Eichsfelds Grunde!

Text: Hermann Iseke (1856-1907)
Melodie: Karl Wisniewski (1844-1904)

 

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