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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Stille, stille, kein Geräusch gemacht

Stille, stille, kein Geräusch gemacht

Der Herausgeber von „Deutsches Kinderlied und Kinderspiel“ (1897), Franz Magnus Böhme, vermerkte unter diesem einfachen und volksnahen Wiegenlied:

„Aus meiner Kindheit mir erinnerlich“

Zu der Entstehungszeit gibt der Herausgeber an, dass „Stille, stille, kein Geräusch gemacht“aus Thüringen stamme und seine Entstehung selbst vor 1830 datiert werden kann. Weitere Veröffentlichungen fand das Stück in Theodor Fliedners „Liederbuch für Kleinkinderschulen“ (1842) mit dem Vermerk, seine Herkunft sei aus dem Bergischen. Hier findet sich statt „mein Kindchen“ allerdings „Lehrerin“, die Melodie weicht ebenfalls ab. Des Weiteren wurde die Weise im Zusammenhang mit dem, wie Böhme anführt, „Sauflied“ „Bier her“ in einigen Sommerbüchern veröffentlicht.

Carolin Eberhardt.

Stille, stille, kein Geräusch gemacht!

Darum seid nur alle still,

weil mein Kindchen schlafen will.

Stille, stille, kein Geräusch gemacht!


*****

Vorschaubild: Mond und Sterne, 2019, Urheber: Mysticsartdesign via Pixabay CCO.

Notensatz von Carolin Eberhardt.

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