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Erbsensoldaten

Florian Russi

Lustige, spannende, fantasievolle Märchen über Zwerge, den Zauberer Krabat und den Müllergesellen Pumphut sind hier versammelt.

Höhlerfest in Gera

Höhlerfest in Gera

Romi Tennstedt

Der Oktober sei golden, heißt es, und die Thüringer nutzen diesen Monat vor allem für eines: Sie feiern noch einmal kräftig und lassen viel goldgelben Hopfensaft fließen, um die trüben Novembertage noch um einiges hinauszuzögern. So feiern die Erfurter ihr Oktoberfest, die Weimarer ihren Zwiebelmarkt und in Gera feiert man das Höhlerfest.
Höhler werden in Gera die tiefen Keller genannt, die sich noch unterhalb der eigentlichen Hauskeller befinden - im Schnitt 5-8 Meter unter der Erde. Solch einen Höhler gibt oder gab es praktische unter jedem Haus der Geraer Altstadt. Wer jetzt glaubt, die Geraer würden sich schon frühzeitig in ihren Höhle(r)n verkriechen, der irrt. Denn es herrscht Festtagsstimmung über Tage und ganz Gera ist auf den Beinen. Es gibt einen Mittelalter- und einen Handwerkermarkt, Karussells, Leckereien und Musik. Auch für die Durstigen ist gesorgt. Bevor die Glühweinsaison beginnt, gibt es allerorten noch ein kühles Bier. Apropos Bier: In den Höhlern wurden einst Bierfässer gelagert. In fast jedem Haus wurde einstmals gebraut und die normalen Hauskeller boten weder genug Platz noch das notwendige Klima. Heute bestimmen Altenburger und Köstritzer den Markt und den Fassanstich besorgt der Wirt des nächsten Gasthauses. Deshalb wird jedes Jahr das beste Wirtshaus gekürt und erhält die Bierstange.
2012 hatten die Geraer besonderen Grund zum Feiern: Denn die Stadt zählt 775 Jahre. Wenn das kein Grund ist drei Tage und zwei Nächte durchzumachen.

 

 

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Bilder: © Romi Tennstedt