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Schloss am Strom

Christoph Werner

Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

Die Wartburg

Die Wartburg

Anette Huber-Kemmesies

Kurzes Gedicht über Thüringens bekanntestes Wahrzeichen.

Die einstige aus dem Mittelalter stammende Wach- und Wächterburg zeugt von einer langen Geschichte und zählt zu den bekanntesten Thüringer Wahrzeichen. Die alten Burgmauern erzählen noch heute die Geschichte ihrer Bauherren, den Ludowingern, oder aber über den Lebensweg der heiliggesprochenen Elisabeth von Thüringen, die als Ideal für Nächstenliebe vor allem in die Religionsgeschichte einging, und natürlich vom Kampf Martin Luthers, der hier inkognito als Junker Jörg begann, die erste Bibelübersetzung anzufertigen. 
 
Sicherlich wird auch der deutlich unbekanntere Thüringer Dichter die Wartburg einmal besucht haben. Und wenn nicht, kannte er sich wohl bestens mit der Geschichte der Burg aus, denn wie sonst hätte er in so knapper Form die Bedeutung der Burg zusammenfassen können?

 

Die Wartburg

Du Landeszier am langen Hügelsaume,
Du Götterburg am grünen Waldgeheg´! -
Der Pilger sucht in einem Feentraume
Noch immer Deinen Zauberfelsen-Steg.

Ein großer Tag hat lange Dir geschienen,
Das Sonnenrad des Glückes Dir gekreist:
Nun sitzt auf Deinen nächtlichen Ruinen
Der todten Vorwelt hoher Riesengeist!

 

***** 

Quelle: Thüringer Lieder. Hgg. von J.G. Müller, Gotha 1831.

 Bildquelle: Vorschaubild, Die Wartburg, Thomas doerfer, Wikipedia

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