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Michael Hametner

Kopfkino
15 Gespräche – Ein Porträt des Malers Hans Aichinger
Reihe Ateliergespräche

Seine Bilder lassen an Fotorealismus denken. Hans Aichinger malt so vollkommen, dass eine Augentäuschung möglich ist. Michael Hametner, der den Künstler über mehrere Monate befragt hat, erfährt, wie wenig der Begriff für Aichinger selbst zutrifft. Er hat dem Künstler Kern- und Leitsätze großer Kollegen vorgelegt, zu denen sich Aichinger zustimmend oder ablehnend ins Verhältnis setzt. So entsteht das Porträt eines der ungewöhnlichsten Maler der Leipziger Kunstszene von heute. Aichinger erzählt über seine Bilder, die er sich ausdenkt, im Fotostudio mit Modellen nachstellt und schließlich in einem Akt von Meditation malt. Was entsteht, ist ein bis in die Details hinein perfekt anmutender Realismus.

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Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel

Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel

Göran Seyfarth

Die deutsche „Terrakotta-Armee“

Entweder man liebt oder man hasst sie, sie werden als schön, kitschig oder gar provozierend empfunden und ihre Aufstellung beschäftigt regelmäßig die Justiz. Die 3.000-Einwohner-Gemeinde Gräfenroda im Ilmkreis gilt als deren „Geburtsort“, auch wenn Gartenzwerge bereits im 17. Jahrhundert Grünanlagen in Schlössern dekorierten. In Salzburg am Schloss Mirabelle sollen die ältesten erhaltenen zu bewundern sein, die 28 Marmor- Exemplare dort stammen aus den 1690er Jahren. August Heissner begann 1872 in seiner Keramikmanufaktur mit der Serienfertigung der Zwerge in Gräfenroda, nur zwei Jahre später gründete Philipp Griebel seine Firma. Griebel, gelernter „Porzelliner“ und „Thierkopfmodelleur“, folgte dem im Ort ausgebrochenen Boom, entwickelte die als typisch deutsch geltenden Vorgartenschmuck-Figuren weiter.

Die Zipfelmützenträger sind traditionell oft mit Spitzhacke, Schaufel und Schubkarre ausgestattet und stellen gärtnerische Tätigkeiten dar. Die beiden Firmen existieren heute noch, die Heissner GmbH hat ihren Sitz inzwischen ins hessische Lauterbach verlegt und bietet heute schwerpunktmäßig Produkte rund um den Wassergarten an. Die Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel dagegen ist Standort und Sortiment treu geblieben, auf dem Firmengelände informiert ein liebevoll eingerichtetes Museum über die Zipfelmützenträger. Fans der Zwerge werden sicher ihre eigene Sammlung im Shop erweitern – egal, ob zu Hause die Nachbarn von der „Terrakotta-Armee“ begeistert sind.

Öffnungszeiten

Mogeschlossen
Di - Fr10:00 - 17:00 Uhr
Sa10:00 - 14:00 Uhr
Sogeschlossen

Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel

Ohrdrufer Straße 1

99330 Gräfenroda

Tel.: 036205 / 76470

www.zwegengriebel.de

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Textquelle:

Seyfarth, Gören: Thüringen: Die 99 besonderen Seiten der Region, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle, 2016, S.83.

Bildquellen:

Fotos von Barbara Gerlach.

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