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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Wanderung zu den Drei Gleichen

Wanderung zu den Drei Gleichen

Constanze von Kietzell

Auf einem etwa 15 Kilometer langen Wanderweg lassen sich die Drei Gleichen erkunden - ein Burgentrio, das zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert erbaut wurde und der Sage nach zu seinem Namen kam, als im Jahre 1231 Blitzeinschläge die Burgen wie drei gleiche Fackeln brennen ließen.

Unsere Wanderung beginnt südöstlich von Gotha in Wandersleben, etwa drei Kilometer vom ersten Ziel, der Burg Gleichen, entfernt. Hier soll der Legende nach der Graf von Gleichen im 13. Jahrhundert mit zwei Ehefrauen glücklich gelebt haben. Nach dem Aufstieg, der uns fast um den halben Berg führt, schauen wir uns die Überbleibsel des Palas und des Wohnbaus an...

 

 

... wagen uns noch ein Stückchen höher und steigen den Bergfried hinauf, von dem aus sich uns ein herrlicher Blick über die Landschaft zu den zwei anderen Burgen eröffnet.

 

  Der Weg zur zweiten Burg führte uns unter
  der Autobahn durch zum Ort Mühlberg, der
  einer der drei ältesten Ortschaften
  Thüringens ist. Er beherbergt die kleinste
  Burg des Ensembles, die Mühlburg.
  Erschöpft, da wir den steilsten der Wege
  hinauf genommen haben, setzen wir uns
  oben vor der Ruine auf eine Bank und
  genießen den malerischen Blick auf
  Mühlberg.

Nach der Besichtigung der übriggebliebenen Mauern nehmen wir die schmale Rundtreppe zum Burgturm hinauf ...
... um von dort die Aussicht auf die Burg Gleichen im Norden und auf die Wachsenburg im Osten zu bewundern.

Der längste Teil des Wanderweges führt uns durch den Wald auf dem Gustav-Freytag-Weg weiter, der, bis zum Wiesengrund gelaufen, uns dann überraschend den Blick zum letzten Ziel in einiger Entfernung freilegt. Zur rechten Hand am Alabastersteinbruch vorbei, tragen uns unsere Füße den steilen Berg zur höchst gelegenen der drei Burgen hinauf. Im Gegensatz zu den anderen finden wir hier nicht nur noch Ruinen vor, sondern eine sehr gut instand gehaltene Burganlage samt Hotel, Gaststätte und Museum, die uns unsere Pause angenehm verlängern.

Unsere Wanderung findet ihren Abschluss, als wir rund zwei Kilometer auf befestigten Wegen zwischen Feldern nach Haarhausen zum Bahnhof laufen. Auf diesem Weg wird uns noch einmal ein idyllischer Blick auf die Wachsenburg ermöglicht, die über das kleine Dorf wacht. 

 

 

 

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Fotos: Constanze von Kietzell