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Berndt Seite wirft einen Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nicht nur seine eigene, sonderen auch auf Blick auf die Menschheit als Ganzes.

Auf den Bergen die Burgen

Auf den Bergen die Burgen

Friedrich Wilhelm Stade

Melancholisch blickt ein Mensch mit Thüringer Herkunft auf das Hier und Jetzt, schwelgt dabei aber gleichzeitig in den freudigen Erinnerungen seiner Jugend, während er sein Heimatland an der Saale betrachtet. Das vorliegende Thüringer Volkslied geht in Worten auf den deutschen Dichter Leberecht Dreves zurück, welcher beim ersten Blick auf seinen Lebenslauf nicht im Mindesten eine Verbindung zu Thüringen aufzuweisen vermag. Da das Stück allerdings den Untertitel „Vor Jena“ trägt und der Dichter sich zumindest im Laufe seines Lebens zu kurativen Zwecken in Dresden aufgehalten hat, ist ein Besuch Dreves in der Gegend von Jena nicht ganz abwegig.  Umso mehr zeigt sich die thüringische Verbundenheit in der Biografie des Komponisten Friedrich Wilhelm Stade, welcher zwar in Halle geboren wurde, aber als Universitätsmusikdirektor nach Jena zog. Die Melodie ist dem Zuhörer nicht gänzlich unbekannt, es entsteht beim Hören oder Singen ein gewisses Déjà-vu.

Carolin Eberhardt.

Melodie anhören: 

1. Strophe

Auf den Bergen die Burgen,

im Tale die Saale,

die Mädchen im Städtchen

einst alles wie heut.

Ihr werten Gefährten,

wo seid ihr zur Zeit mir,

ihr Lieben geblieben?

|: Ach, alle zerstreut! :|

 

2. Strophe

Die einen, sie weinen;

die andern, sie wandern;

die dritten noch mitten

im Wechsel der Zeit;

auch viele am Ziele,

zu den Toten entboten,

verdorben, gestorben

|: in Lust und in Leid :|

 

3. Strophe

Ich alleine, der eine,

schau wieder hernieder

zur Saale im Tale,

doch traurig und stumm.

Eine Linde im Winde,

die wiegt sich und biegt sich,

rauscht schaurig und traurig.

|: Ich weiß wohl warum! :|

 

Notendownload: hier

 

*****

Vorschaubild: Die Hausbergburgen, vor 1800, Urheber unbekannt via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Notensatz von Carolin Eberhardt.

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