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Florian Russi
Die Irrfahrten des Herrn Müller II
Eine moderne Odyssee

Daniel Müller ist ein aufstrebender junger Möbelkaufmann. Er hat eine Freundin, doch auch eine Kundin seiner Firma versucht ihn zu gewinnen. Als Daniel sie ermordet auffindet, spricht alles dafür, dass er der Mörder ist. Er gerät in Panik und flieht, fährt zum Flughafen und bucht den nächsten Flug ins Ausland. Im Flugzeug entdeckt ihn eine nymphomanisch veranlagte Prinzessin: Sie versteckt ihn in ihrem Schloss. Während Zielfahnder der Polizei ihm auf den Fersen sind, erlebt Daniel immer neue Abenteuer und Überraschungen …


Deutsches Spielzeugmuseum

Deutsches Spielzeugmuseum

Jessy von Berg

Das Spielzeugmuseum gilt als Sonnebergs interessanteste Sehenswürdigkeit. Es wurde 1901 auf Initiative des Lehrers Paul Kuntze gegründet und gilt als das älteste Spielzeugmuseum Deutschland. Seit 1938 ist es in dem ehemaligen Gebäude der Industrie-und Gewerbeschule des Meininger Oberlandes untergebracht.

Das Museum umfasst etwa 100.000 Objekte, davon circa 60.000 Spielzeuge aus allen Zeiten und vielen Ländern der Erde. So findet man beispielsweise auch Exponate, die aus dem alten Ägypten sowie dem antiken Rom und Griechenland stammen.

Bedeutsam ist auch die Ausstellung der Thüringer Porzellanpuppen aus dem 19. Jahrhundert, die aufwendig und zeitgenössisch kostümiert sind. In kleineren Vitrinen sind einzelne Puppenteile ausgestellt, die den Arbeitsverlauf der Herstellung nachvollziehbar machen. Die Puppensammlung bildet den Großteil der Exponate. Neben Porzellanpuppen findet man auch solche aus Holz und Papiermaché.

Des Weiteren sind Holzspielzeuge und Zinnfiguren ausgestellt sowie eine großflächig angelegte Modelleisenbahn der Firma Piko, bei der man gegen einen kleinen Betrag sogar einen Zug fahren lassen kann. Außerdem gibt es eine mechanisch betriebene Modellachterbahn und zahlreiche weitere Spielautomaten mit bewegten Figuren, darunter auch ein Schattentheater.

Zu den bedeutenderen Exponaten des Museums gehören die Schaugruppe „Thüringer Kirmes“ sowie die Figur „Gulliver in Liliput“, die 1843/44 in Sonneberg gefertigt wurde. Sie präsentiert eine Szene aus dem Roman „Gullivers Reisen“ und wurde 1851 auf der Weltausstellung in London von A. Fleischmann gezeigt. Gulliver, der von circa 169 Liliputanern angegriffen wird, ist aus Papiermaché gefertigt; die kleinen Figuren der Liliputaner hingegen aus Brotteigmasse und Drahtgestellen.

Der Rundgang durch das Museum beginnt im modernen Anbau, der 2014 fertig gestellt wurde. Hier findet man die Ticketkasse und einen kleinen Shop, in dem man hauptsächlich Kinderbücher und Spielzeuge erwerben kann. Durch einen zwölfminutigen Film erhält man einen ersten Überblick über die Geschichte der Stadt Sonneberg und ihre Rolle in den vergangenen Jahrhunderten. Dabei wird das Augenmerk besonders auf die sich verändernde Spielzeugherstellung gelegt. Der Film informiert auch über die Erfolge, die Sonneberg mit dem Spielzeug auf Weltausstellungen in Chicago, London und Brüssel erzielen konnte.

Im ersten Obergeschoss beginnt schließlich die Ausstellung, die größtenteils im historischen Teil des Gebäudes untergebracht ist. Hier findet man oben genannte und noch viel mehr Ausstellungsstücke. Auch eine Spielecke für die Kinder wurde eingerichtet.

Das Deutsche Spielzeugmuseum in Sonneberg ist dahingehend nicht nur für Kinder interessant. Auch Erwachsene werden von der beeindruckenden Sammlung fasziniert sein und einen Einblick in die Welt der Spielzeuge aus aller Zeit erhalten.

Das Museum ist Dienstag bis Sonntag geöffnet und für Groß und Klein einen Ausflug wert.

http://www.deutschesspielzeugmuseum.de/museum.html


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Teaserbild:

Foto Gebäude: Jessy von Berg

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